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Eine Lampe fällt um.

Datum
Termin Label
Ausstellung
Organisationseinheiten
Kunst und Architektur
Ort, Treffpunkt (1)
Atelierhaus
Ort, Adresse (1)
Lehárgasse 8
Ort, Adresszusatz (1)
3. OG
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1060 Wien
Ort, Raum (1)
Atelier

Öffnungszeiten:

Donnerstag 22.1., 1624 h
Freitag 23.1., 1524 h
Samstag 24.1.,1522 h
Sonntag 25.1., 1518 h

Auf das scheinbar unabdingliche Ende zusteuernd, fragen wir uns, wie das alles eigentlich so schief gehen konnte. Offenes Atelier Fachbereich Bühnengestaltung, Ausstellung, Lesungen, Performances, Bar, Konzerte.

Die Beschäftigung mit dem Sachbuch Der Fluch der Muskatnuss; Gleichnis für einen Planeten in Aufruhr des Autors Amitav Ghosh war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer zeitgenössischen Simultanbühne.

Zum Inhalt des Buches: Auf einer indonesischen Insel fällt eine Öllampe zu Boden, kurz danach begehen niederländische Soldaten ein Massaker an den Inselbewohnern. Wie hängen diese beiden Geschehnisse zusammen, und was geschah danach? Mit dieser Frage beginnt Amitav Ghosh seine Recherche auf den Spuren der Muskatnuss. Heute alltägliches Gewürz, galt sie im 17. Jahrhundert als Luxusgut ‒ allein eine Handvoll davon reichte aus, um einen Palast zu erbauen ‒, denn die seltene Frucht wuchs nur auf jener Insel, die niederländische Truppen vornehmlich deshalb in Besitz nahmen, um das Handelsmonopol für die Niederländische Ostindien-Kompanie zu sichern. Während Amitav Ghosh die Reise der Muskatnuss nachzeichnet, veranschaulicht er eindrucksvoll die Mechanismen von Kolonialismus und Ausbeutung der Einheimischen sowie der Natur durch westliche Länder.

Dabei stellt er Verbindung geschichtlicher Entwicklungen mit aktuellen Realitäten her, verkettet niederländische Stillleben und die Nomenklatur nach Linné mit der Black-Lives-Matter-Bewegung, der Corona-Pandemie und der Standing Rock Sioux Reservation, um zu zeigen, dass der heutige Klimawandel in einer jahrhundertealten geopolitischen Ordnung verwurzelt ist, die vom westlichen Kolonialismus und seiner mechanistischen Weltsicht herrührt.

Im 3. Stock des Atelierhauses laden wir Sie ein, Zuschauer_in und Akteur_in zugleich zu werden, an einem Ort, an dem 26 Positionen, Fragestellungen und Behauptungen räumlich und inhaltlich ineinander verflochten werden.

Kipppunkte, Versuchsanordnungen über das Fallen, zwischen Wissenschaft und Magie, Energie und Ressourcen, Mechanomorphismus, Anthropomorphismus, Science-Fiction und Religion, die Auslöschung der Dodos und der Genozid an den Amerikanischen Bisons, Trauer, Grenzen, Geschichten, Ökonomie und Ökologie sind Themen, die hier in Szene gesetzt werden.

Teilnehmer_innen: Lidya Delfin Eraslan, Berenike Vogt, Marie Teufe, Svea Egger, Lena Munhoven, Lorenz Löhr, Pia Pleininger, Colin Caspar Willekes, Ida Bekic, Killian Chyba, Hulda Graichen, Hanna Masznyik, Leon Taege, Anna Magdalena Schreiber, Roman Berleth, Marc Pierre, Hannah Aille Lowe, Alma Rothacker, Emma Ait-Kaci, Emil Borgeest, Alfonso Ibanez-Reyes, Marcus Möller, Aylin Mutluer, Alma van der Donk, Kseniia Kovpak, Jinkyoung Park

 Professorin: Nina von Mechow