Zehnminutensalon: Still leben, laut lesen
Lesung ausgehend von einem Open Call in Zusammenarbeit mit dem Künstlerinnen-Kollektiv „die große__“
>>anhäufen
atmen
aufessen
auffressen
aufgefressen werden
ausbeuten
beherrschen
beleben
besitzen
einfrieren
festhalten
kaufen
kosten
still leben
still machen
triumphieren
unsterblich sein
verstummen
zur Schau stellen
zuhören<<
Den räumlichen Kontext der Lesung bildet ein Stillleben. Die Installation ist Teil der Ausstellung der Bühnenbildklasse, die sich mit kolonialen Kontinuitäten beschäftigt.
Der „Zehnminutensalon“ ist ideal für literaturinteressierte Personen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne. Die Lesung jeder Person endet nach 10 Minuten, egal ob mitten im Satz oder nicht. Wir laden alle Zuhörenden dazu ein, die Zeit mitzustoppen und die Lesung nach Ablauf der Zeit durch Handy-Klingeltöne zu beenden. Danach darf sich das Publikum auf eine Frage einigen, die der lesenden Person gestellt werden soll und dann wird zur nächsten Lesung übergegangen. Auf diese Weise kommt das Publikum in den Genuss von mehreren Autor*innen, die komplett unterschiedliche Textsorten präsentieren, ohne dabei den Faden zu verlieren.