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Über Malerei: Fragment und Bildausfall

Katharina Schilling

Datum
Uhrzeit
Organisationseinheiten
Exhibit Eschenbachgasse
Ort, Adresse (1)
Eschenbachgasse 11 | Ecke Getreidemarkt
Ort, PLZ und/oder Ort (1)
1010 Wien

Über Malerei ist eine Gesprächsreihe, die von Luisa Kasalicky aus dem Fachbereich abstrakte Malerei 2013 erstmals initiiert wurde, und in der zeitgenössische Malerei ausschließlich anhand von Originalen mit Studierenden, Alumnis, Lehrenden und Gästen diskutiert wird.

Das erweiterte Konzept für die Neuauflage von Über Malerei wird ab dem SS 2022 zu vier Terminen veranstaltet. Künstler_innen werden eingeladen ein eigenes Bild zur Verfügung zu stellen, welches in Kombination zu einem Referenzobjekt und zu einer Abbildung einer historischen Malerei in den Räumen des Exhibit Eschenbachgasse ausgestellt wird.

Was genau verbindet die ausgestellte Malerei und die Abbildung des historischen Bildes – obwohl das eine z.B. im Jahr 1550 datiert wurde und das andere 2021entstanden ist? Ist es der Zugriff auf bestimmte formal ästhetische Entscheidungen, die sich aus der inneren Logik während der intensiven Beschäftigung mit der Malerei selbst ergeben? Wie ausschlaggebend ist der Einfluß des Inhaltes auf die Form und die Form auf den Inhalt? Welche Achsen zwischen der historischen Malerei, der zeitgenössischen Malerei kann der gewählte Gegenstand bündeln? In den 1970er-Jahren z.B. wurden die Mondkrater Vasen entworfen, dessen äußere Struktur an die Oberfläche des Mondes erinnert. Verkrustung wird mit Patina, Verwitterung, diversen Aggregatzuständen und kann schließlich als Metapher für die Zeitlichkeit geltend gemacht werden. Wenn die ausgestellte Malerei einen dieser Begriffe thematisiert erschließen sich möglicherweise Parallelen.

Malereispezifische Fragestellungen werden im zirkulierendem Verhältnis mittels der Zusammenführung der drei Medien auf Ähnlichkeitsrelationen ausgelotet und als Grundlage für die Publikumsdiskussion herangezogen. Nach einem Gespräch mit der_dem ausstellenden Künstler_in findet ein theoretischer Vortrag mit dem Fokus auf die spezifischen malerischen Schwerpunkte der geladenen Maler_innen statt. Am Folgetag können die Werke im Exhibit Eschenbachgasse zwischen 11–15 Uhr besichtigt werden.

Eine Bildcollage die eine gemalte Farbpalette zeigt auf der die Farbtupfen wie Augen wirken. Darauf liegen zwei Pinsel, die fotografisch festgehalten wurden.

Alle Termine:

. 5.5. und 6.5.2022: Katharina Schilling
. 5.7. und 6.7.2022: Florian Schmidt
. 20.10. und 21.10.2022: Georg Frauenschuh
. 15.11. und 16.11.2022: Sophia Mairer

Über Malerei
Katharina Schilling: Fragment und Bildausfall
5.5.2022

Fragment und Bildausfall
Gespräch zwischen Katharina Schilling und Luisa Kasalicky
. 5.5., 19 Uhr
. Exhibit Eschenbachgasse

In ihrer Bilderserie Sand is water you can walk on verweist Katharina Schilling auf mittelalterliche Buchmalereien: Während sie sich die Zeichnungen dieser Manuskripte malerisch aneignet, verfremdet sie das Ausgangsmaterial gleichermaßen, indem sie es durch Zuschnitte fragmentiert, collagiert oder auch gespiegelt darstellt, sodass der motivische Ursprung im Ungefähren verschwindet. Die Bilder erinnern sich, und spekulieren über ihre Zukunft.

Vor der Kunst/nach der Kunst: Flache Bilder im Mittelalter und heute
Vortrag von Eva Hegge
. 5.5., 20 Uhr
. Exhibit Eschenbachgasse

Seit der Neuzeit entsteht Kunst in der Dichotomie zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Autor_in/Betrachter_in und Werk. Wir sind es gewohnt, dass Kunst Bedeutung für uns hat und haben soll und dass sie sich auf uns bezieht, wie wir uns auf sie beziehen. Diese seit der Zentralperspektive auch räumlich fest eingeübte dualistische Beziehung aber ist dabei sich aufzulösen und mit ihr möglicherweise das, was wir unter Kunst verstehen. Der Vortrag versucht dem posthumanistisch und subjektkritisch auf die Spur zu kommen – und dabei einen spekulierenden Blick zu werfen auf das, was unmittelbar vor der Kunst war und vielleicht gerade deshalb jetzt von Gegenwartskünstlerinnen wie Katharina Schilling neu gespielt wird: das Mittelalter.

Vortrag von Eva Hegge, Eva Hegge ist Filmemacherin, Kunstwissenschaftlerin und -vermittlerin in Köln.

Über Malerei
Katharina Schilling: Fragment und Bildausfall
6.5.2022

Am Folgetag, den 6.5.2022, können die Arbeiten von Katharina Schilling im Zeitraum von 11–15 Uhr im Exhibit Eschenbachgasse besichtigt werden.