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Am Überfluss lernen – Öffentliche Tauschkisten als Postwachstumslabore

Derwanz, H. (2023). In: Kühn, C. (Hg.). Gemeinwohlorientiert, ökologisch, sozial. Bürgergesellschaft und Demokratie. Wiesbaden: Springer VS, 215-234. https://doi.org/10.1007/978-3-658-38503-3_9

Tauschhäuschen sind neue Infrastrukturen, die im Zuge des massenhaften Aufkommens von billiger Kleidung und Haushaltsgegenständen in den Städten erschienen sind. Über ein Commoning organisiert, werden die geschenkten oder gespendeten Gegenstände hier anonym und solidarisch der Stadtgesellschaft zur Mitnahme angeboten. In den Tauschkisten landet jedoch der Produktions- und Konsumüberfluss der Textilindustrie, oft die Kleidung aus den Fast Fashion-Ketten oder Discountern. Der Artikel fragt danach, ob gerade durch den Überfluss an günstiger und qualitativ schlechter Kleidung solidarische Tauschformen für eine breitere Stadtgemeinschaft erprobt werden können.